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Mutig dem eigenen Herzen folgen, auch wenn alles dagegen spricht!

Vor einiger Zeit habe ich voller Euphorie eine tolle Nachricht auf Facebook gepostet. Erinnert Ihr Euch? Ein großer – wirklich sehr großer! – Kochbuchverlag war mit einem genialen Konzept an mich heran getreten. Es klang alles super, außerdem war ich die ERSTE Wahl des Verlages. Das heißt im Klartext, dass zur Not auch noch Verhandlungsspielraum zu meinen Gunsten drin war. Ich war happy und im siebten Himmel. Die Aussicht, mir heuer auf einen Schlag keine finanziellen Sorgen machen zu müssen (es ist ja nicht immer leicht als freiberufliche Autorin), ließ mein Herz höher schlagen. Ich ließ mich also auf ein persönliches Treffen ein und traf auf eine äußerst engagierte und liebenswerte Projektleiterin – wieder ein Pluspunkt! – und ein wunderschön durchdachtes Buchprojekt, das mir begeistert vorgetragen wurde. Am Honorar musste zwar noch gefeilt werden, aber ich radelte beseelt nachhause, ganz sicher, dass bald mein Name landauf, landab auf einem weiteren Kochbuch prangen würde. In der darauffolgenden Nacht schreckte ich gegen zwei Uhr morgens plötzlich aus dem Schlaf hoch. Die Worte “Mach das nicht!” schwebten fast greifbar in meinem Schlafzimmer. Ich lag da und wurde plötzlich mit einem Mal ganz ruhig. Mein Herz sprach mit mir. Es sagte: “Ich will gar keine Kochbuchautorin im großen Stil sein. Es langweilt mich! Rezepte tippen fordert meinen Geist nicht heraus. Ich lerne dabei nichts – außer wie man Suppen klärt, Fisch auf den Punkt gart oder eine geile Brühe kocht. Aber das reicht mir nicht!” Ich lag da und war fassungslos. Dann stand ich wie unter Hypnose auf, fuhr meinen Laptop hoch und begann eine Mail an den Verlag zu schreiben. Ich sagte ab. Ich schrieb genau das, was mir mein Herz diktierte – es ging ganz leicht. Zur gleichen Zeit war meine kleine Schwester (im Geiste) Therese in Kanada online. Sie fragte mich, was ich denn so spät nachts noch am Computer machte. Ich erzählte es ihr und auch, dass, wenn ich diese Mail jetzt abschicke, keinen Buchauftrag für dieses Jahr haben würde. Kein Auftrag, kein Geld! So einfach ist das. Sie schrieb: “Mach’s!”

Am nächsten Morgen bekam ich noch vor Bürobeginn eine Antwort mit der Bitte, meine Absage nochmal zu bestätigen. Das tat ich. In der Folgemail stand dann: “Wir bewundern Ihre Ehrlichkeit und den Mut, Ihrem Herzen zu folgen. Falls sie irgendwann doch noch ein Kochbuch schreiben wollen, lassen Sie es uns jederzeit wissen.” Na ja, wer weiß … :)

 


 

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