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Natur ist glücklich . . .

“Natur ist glücklich . . . “, so beginnt ein Gedicht von Rilke, das ich, mit Musik unterlegt, auf meinem Rechner hier in Kalifornien mit dabei habe. Ich habe es mir schon viele Male Abends angehört und es bewegt mich jedesmal zutiefst. Heute Morgen habe ich mich schon sehr früh aufgemacht, um Green Gulch, einer “Zen-Farm” an der Küste, nahe San Francisco, einen Besuch abzustatten. Dort wird Sonntag Vormittag immer gemeinsam gekocht und gebacken, um anschließend zusammen im Zendo zu sitzen und einem Vortrag zu lauschen. Leider verkündete schon an der Einfahrt hinunter zur Farm, sie liegt in einem Tal am Meer, ein großes Schild, dass im Moment ein großes Retreat dort stattfindet und somit die Januarsonntage ausfallen. Kurzerhand entschloss ich mich in einen der größten noch erhaltenen Redwoods-Wälder in dieser Gegend zu fahren, nach MUIR WOODS. Bereits um acht Uhr morgens betrat ich dann, einige Kilometer landeinwärts, diesen gigantischen Wald – und war zwei Stunden ganz alleine mit den Bäumen (Zwei Fotos findet Ihr davon demnächst in der Bilderrubrik). Erst dann wälzten sich die Besuchermassen aus der Großstadt zwischen den hohen Stämmen auf ausgeschilderten Wegen hindurch. Doch zuvor war ich, wie gesagt, ganz alleine. Ganz still bin ich durch diese riesige natürliche grüne Kathedrale gewandelt, deren tragenden Säulen jahrhunderte alte, rotschimmernde Lebewesen bilden. Natur ist glücklich! Das war so sehr spürbar – unfassbar. Alles um mich herum hat geatmet, pulsiert und gelebt. Und ich mittendrin. Ich war danach so voll von allem, dass ich noch lange still in meinem Auto gesessen, bin bevor ich den Zündschlüssel umdrehen konnte, um nachhause zu fahren.


3 Comments

  1. liebe susanne,
    vor jahren haben dagmar und ich in burgund redwoods in la chaud gesehen und waren ebenfalls schwer beeindruckt. es sind so mächtige bäume. am wochenende während eines spaziergangs in der nähe von fürstenfeldbruck standen zwei etwa 300 jahre alte eichen am weg. auch das beeindruckend.
    wobei ich finde, ich verliere manchmal den blick für das kleine, unscheinbare. es muss mächtig groß und mächtig alt sein, damit ich berührt bin. dabei ist es doch ein ständiges wunder, das mir begegnet, selbst auf dem asphaltiertesten weg blüht irgendwo etwas, drängt sich ein grashalm durch das scheinbar undurchdringliche. auf das kleine, unscheinbare zu achten, es wahrzunehmen, es fällt mir manchmal schwer.
    hab weiterhin eine gute zeit.
    rainald

  2. Liebe Susanne, für Dich und alle Menschen, die ich gern mag, ein kleines Gedicht:

    Ich mag Sonne die mich wärmt

    wohnen, wo`s nicht lärmt

    Hunde, die noch bellen

    schönen, hohe Wellen

    ich mag Whiskey, ohne Eis

    Susi, die soviel weiß

    Essen, scharf gewürtzt

    und nichts überstürzt

    ich mag Countrysongs und Rock

    Skat mit Ramsch und Bock

    lang spazieren gehen

    Winde, die stark wehen

    All das mag ich

    und ganz toll Dich!

    Diese Zeilen könnten vom Inhalt von mir sein, sind es aber nicht und passen bis auf das Kartenspielen wohl ganz gut zu Dir.

    Für Deine kommende Phase der Ruhe und Einkehr wünsche ich Dir Freude und Gelassenheit.

    Sherpa Ole

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