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Ich bin ein Breitmaulfrosch und esse gerne . . .

. . . Marmalade. Mit diesem Satz startete Äd seine Phase des Deutschlernens, die nun schon ein paar Jahre sehr erfolgreich andauert.  Er hat, wie bereits an anderer Stelle erwähnt, echt eine gute Aussprache. Der Breitmaulfrosch trifft auf seiner Reise durch die Welt immer wieder andere Tiere, die ihm erzählen, was sie gerne essen und der breitmaulige Kröterich kontert dann immer ganz stolz mit seiner Marmalade. Bis er sich eines Tages einer Schlange gegenüber sieht, die ihm sagt, dass sie gerne Breitmaulfrösche frisst, worauf unser Frosch ganz klein wird mit Hut, seine Lippen ganz spitz und schmal macht und nicht sagt: “AAAAAch so, und ich bin ein Breeeeeeitmaulfrosch und esse gerne Maaaaarmaaaalaaade!”, sondern recht kleinlaut “öööööööch söööööö, sööööööhr interessant!” zum Besten gibt, um dann schnurstracks kehrt zu machen und hüpfend das Weite zu suchen. Äd in dieser Paraderolle des Breitmaulfrosches zu sehen ist sicher ein ganz besonderes Privileg, das ich auch sehr zu schätzen weiß.

Ansonsten bin ich im Moment Äd-los, denn der Gute tourt durch die Lande, um andersweitig Kurse und Vorträge zu halten. Wenn ich so die Tage in Scheibbs Revue passieren lasse, dann kann ich zweifelsfrei sagen, ich hab ächt viel gelernt. Es gab neben vielen lustigen und zuweilen auch skurilen Augenblicken auch sehr berührende Momente – auch die des Zusammenhalts in der bunt zusammen gewürfelten Gruppe samt Äd und der Zentrums-Crew. Nicht immer gilt also: Viele Köche verderben den Brei! Äds Präsenz in der Küche ist übrigens beispiellos, auch wenn ihm manchmal der Stress, eine große Gruppe zusammen halten zu müssen etwas zuviel wird. Ihm, bzw. seinen Händen dabei zuzusehen, wie sie rühren, schneiden und kneten ist wirklich ein Vergnügen. Und seine Resteverwertung grenzt ja fast schon an ein Wunder. Bei all den Zutaten, die er in seine Minestrone geschmissen hat, war das Endergebnis nämlich regelrecht bahnbrechend: ich hätte nie gedacht, dass das schmecken könnte! Viele der Kursteilnehmer werden sich sicher noch, genau wie ich, mit Schaudern daran erinnern, wie unser Meister, ohne mit der Wimper zu zucken, alte, übrig gebliebene Bananenstückchen, die ein paar Tage vorher dem Blattspinat zu einem besseren Leben – sprich Geschmack – verholfen hatten, nun plötzlich grau und Nacktschnecken ähnlich im Reste-Suppentopf landeten. Hat man nachher gar nicht mehr heraus geschmeckt – ährlich!  Also, keine Angst vor Experimenten, meine Lieben, und rein mit den Bananen, wo  auch immer sie rein wollen . . . !


1 Comment

  1. ja also das klingt wirklich toll, die Sache mit der Resteverwertung hat mich dazu inspiriert, euch auch einmal einen Kochtip aus der Landlustecke Fischerhude zu überbringen…. ja, ja es gibt eine wundervolle Suppe mit Bananen, die ich als meine neue derzeitige Lieblingssuppe erklärt habe:
    Bananen Curry Suppe!!! oh ihr müsst sie probieren, gerade im Sommer, durch die milde Schärfe des Curry. Meine Tomma hat sie mir gekocht als ich zurück aus kam aus dem sonnigen Süden! und gleich, war mir obwohl wieder zurück im kalten Norden, ganz warm ums Herz. Ich werde sie nach dem Rezept fragen, falls es euch interessiert….Der Frosch bekommt sie gekocht von mir, wenn er endlich aufschlägt bei mir!!!
    demnächst: mopf im curryhemd

 

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