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Advent . . . im Mai

Heute backe ich Weihnachtsplätzchen – ächt (Hi, Äd), ohne Scheiß! Das Wetter ist miserabel, kalt und regnerisch, in den Bergen hat es auf 800 Meter runter geschneit. Also, was gibt es gemütlicheres, als den Duft von Haselnuss und Zimt? Wer meinen Blog verfolgt, der weiß natürlich, dass ich gerade für ein neues Buchprojekt arbeite, bzw. backe – und das ist natürlich der eigentliche Grund, warum es bei mir seit heute Morgen schon so verführerisch nach buttrigem Teig und heißer Schokolade duftet. Nicht die Kälte draußen.

Apropos ÄD! Der kommt übrigens morgen wieder zu mir nach München. Schon wieder ist ein Jahr vergangen, und es ist Zeit, dass wir beide wieder den Kochlöffel in Scheibbs/Österreich schwingen. Wir werden uns am Montag gemeinsam mit dem Auto aufmachen – mit im Gepäck, Kochlöffel, Schneidebretter, eine Ladung Spezialmesser von Äd, die er über den großen Teich geschafft hat, ohne am Flughafen festgenommen zu werden, und meine bunten Küchenschürzen -, um ab Dienstag Abend 23 Kursteilnehmer zu beglücken. Die Hauptarbeit, nämlich das Leiten des Kurses, hat natürlich der Meister, aber ich werde wieder im Hintergrund mitwursteln, ihm den Rücken frei halten, mit ihm gemeinsam morgens verschlafen in der Küche eine erste Tasse Espresso trinken und den Tag besprechen. Den Kaffee bringt er extra immer von Kalifornien mit, denn er findet, dass es dort den besten gibt! Dabei ist Italien doch so nah! Ok, ich sag nix . . . ! Und wir werden wieder ein bisschen Hokuspokus verbreiten: Ein paar Stunden vor Ankunft der Gäste schreiten Äd und ich – er in Vollmontur, sprich in Zenrobe, ich schon in Küchenschürze und mit Kopftuch -, angetan mit Räucherstäbchen und Zimbeln, durch das noch leere Seminarhaus, um gemeinsam zu chanten und die Götter und Ahnen um ihren Beistand zu bitten. Das ist immer sehr schön – und manchmal auch ziemlich lustig :)

Zuvor wird Äd zwei Tage bei mir verbringen, dann werden wir wieder Wein trinkend auf dem Balkon sitzen und Salamiplatten verzehren, die er vorher liebevoll angerichtet hat. Ja, der Mann ist Zenmeister, ich habt schon richtig gelesen! Aber was ich an ihm so liebe, ist, dass er eben nicht der Erwartung entspricht, die man gemeinhin von so einem “hohen Tier” hat: und dazu gehören doch meistens Enthaltsamkeit und selbstverständlich keine Drogen, sprich Alkohol. Nun denn, Prost Ihr Lieben. Ich muss wieder zu meinen Keksen!


 

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